Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 04. Februar 2009 um 00:26 Uhr
Die Geschichte Albaniens
Altertum/Mittelalter
Im Altertum war Albanien als Illyrien bekannt und diese Region wurde von Apostel Paulus missioniert (Röm. 15,19). Die Albaner nennen Ihr Land „Shqiperia“, was „Land der Adler“ bedeutet. Die Nationalflagge ist ein schwarzer, doppelköpfiger Adler auf rotem Hinter-grund; dieses Symbol geht auf Skanderbeg, den großen Nationalhelden zurück. Mit seinem berühmten Ausspruch: „Ich habe euch nicht Freiheit gebracht, aber ich fand sie hier unter euch“ vereinte Skanderbeg die anderen albanischen Fürsten. Während seiner gesamten Lebenszeit trieb er die Ottomanen erfolgreich zurück und bewahrte Europa so vor der Invasion der Ottomanen.
Nach seinem Tod hielten die Ottomanen Albanien über 400 Jahre lang besetzt. Zwei Drittel der albanischen Bevölkerung konvertierten zum Islam, um Gewalt und der schweren Steuerlast für Christen zu entgehen.
Unabhängigkeit
1912 wurde Albanien unabhängig. Doch starker Druck der Nachbarn veranlasste Grenzverschiebungen. Fast die Hälfte des Landes wurde an Nachbarländer gegeben, nämlich Kosovo an Jugoslawien und die Südregion an Griechenland - so wurde Albanien seiner reichsten landwirtschaftlichen Gegenden beraubt.
Das kommunistische Regime: 1944-1985

Im Gegensatz zu anderen Ostblockstaaten, hatten die Albaner keine direkte Unterstützung von Moskau. Enver Hoxha, der albanische kommunistische Diktator, nahm eine sehr isolierende Stellung ein, aber er schaffte Verbindungen nach Moskau, Stalin wurde sein Lehrmeister und ihre skrupellose und blutdürstige Vorgehensweise verband sie. Auf Grund der Entstalinisierungswelle kam es zum Bruch zwischen Hoxhas Albanien und der Sowjetunion. 1960 begann es diplomatische Beziehung mit China aufzunehmen, die aber sehr kurzlebig waren.1978 entzog China seine wirtschaftliche, industrielle und militärische Hilfe so dass Albanien sowohl ideologisch als auch wirtschaftlich völlig isoliert wurde. Hoxha verschmähte die restliche Welt und propagierte, dass Albanien ein eigenständiger sozialistischer Staat sein würde.

Doch die Industrieanlagen, in den 50er Jahren mit sowjetischer Hilfe erbaut, verfielen zusehends, auf Grund von mangelnden Maschinen musste die Bevölkerung selber in den Kolchosen arbeiten. Hoxhas Paranoia und der komplizierte und zentralistische Machtapparat zerstörten alle Hoffnung auf Verbesserung. 1981 ließ Hoxha etliche Partei- und Regierungsoffiziere exekutieren um die Weiterführung des Landes in seinem Sinne zu sichern.
1985 starb Enver Hoxha und Ramiz Alia war sein Nachfolger.
Der Steinige Weg zur Demokratie: 1985 – 1998
Ramiz Alia trat ein schweres Erbe an: Das Land war heruntergewirtschaftet und die Bevölkerung verärgert. Alia versuchte Reformen einzuführen, aber der Fall des Kommunismus in Osteuropa ermutigte Albaner zum Widerstand. Bei den Wahlen im März 1992 war die Demokratische Partei die stärkste Kraft und Dr. Sali Berisha wurde zum Präsidenten vereidigt. Doch die neue Demokratie brachte keinen Frieden. In der Hoffnung auf das schnelle Geld investierten viele Albaner in Pyramidenfonds (Schneeballsystem). Als diese

Bankrott gingen, verloren viele ihr gesamtes Vermögen, die Regierung wurde beschuldigt, dass sie nicht vor diesen Fonds gewarnt hatte. Im Frühjahr 1997 kam es zu Ausschreitungen und bügerkriegsähnlichen Zuständen, Armeedepots wurden geplündert, kriminelle Banden kontrollierten Landstriche. In dieser Zeit verloren etliche Albaner ihr Leben und Albanien rutschte fast in völlige Anarchie ab. Inzwischen hat sich die Lage beruhigt, und in vielen Bereichen des albanischen Lebens ist Fortschritt zu erkennen, allerdings wird Entwicklung und Recht weiterhin von Korruption überschattet. Die enorme Preissteigerung ist gerade für die Armen, die um das nackte Überleben kämpfen, eine große Belastung.
Dieses Material ist größtenteils mit freundlicher Genehmigung von CCL Albanien entnommen. Für eine detaillierte Ausführung der albanischen Geschichte (in englisch) könnt ihr es bei http://www.ccl-al.org/historyr.htm (in englisch) lesen.